„online meets offline“: IC-FORUM über Internes Crowdsourcing in Unternehmen

Im Rahmen des ICU-Forschungsvorhabens und des laufenden Wissenschaftsjahres „Arbeitswelten der Zukunft“ fand am 24.09.2018 in den Räumen des Bundesministeriums für Bildung und Forschung in Berlin das „IC-FORUM“ statt. Dort wurden Praxiserfahrungen mit internem Crowdsourcing ausgetauscht, wissenschaftliche Erkenntnisse erörtert und persönliche Einschätzungen zu Hürden, Problemen und Erfolgsbeispielen diskutiert.

Ein wesentlicher Diskussionspunkt war das Gestalten angemessener Beteiligungsformen, die es Mitarbeiter*innen ermöglichen, Ideen zu äußern und sich in Innovationsprozesse einzubringen. Zudem wurde auch deutlich gemacht, dass internes Crowdsourcing auf der Freiwilligkeit der Mitarbeiter*innen beruht, und daher jeweils unternehmensspezifisch Rahmen und Kriterien hierfür geschaffen werden müssen. Zentral sei auch, dass sich am Ende sowohl für das Unternehmen als auch für die Mitarbeiter*innen eine zufriedenstellende Situation ergeben muss („Win-Win“ Situation). Erst dann könnten Instrumente wie internes Crowdsourcing in Unternehmen erfolgreich sein. Es gilt, passende Möglichkeiten von Interaktionen und persönlichen Treffen zu schaffen („online meets offline“). Umfang und Grad der Partizipation von Mitarbeiter*innen ist zum einen eine Kosten-Nutzen-Abwägung, zum anderen eine der Unternehmenskultur sowie der Führungsverständnisses. Damit zusammen hängt die Frage nach der tatsächlichen individuellen Arbeitsbelastung und wie viel Mehraufwand IC mit sich bringt.

Am Ende waren die Teilnehmenden sich einig, dass Internes Crowdsourcing nur eine von vielen Beteiligungsmöglichkeiten für Mitarbeiter*innen darstellt. Derartige Neuerungsprozesse erfordern Zeit und Raum und müssen professionell begleitet werden. Je nach Unternehmen und Problemstellung müssen jene Instrumente und Kommunikationswege gewählt werden, die alle Bereiche und Beschäftigte eines Unternehmens erreichen und den Zugang für alle ermöglichen.

 


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